Schutz vor Slacklineschäden

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Re: Schutz vor Slacklineschäden

Beitragvon Wulf » Di 3. Aug 2010, 08:55

Hallo potzi,

ok gib mir etwas Zeit ich werd mich am Wochenende mal hinsetzten und das wichtigste zusammentragen. Intressant wäre hiebei natürlich auch ein Lastmesser den man einfach mal zwischen Radlader und schlupf hängt. Denn die belastung beim herrauszeihen auf die Rinde schätze ich höher ein als bei ner Longline mit 21kN besonders weil es eben schrägbelastungen sind.

Mit Grenzwerten werde ich mich aber trotzallem etwas zurückhalten. Wenn ich mich verschätze oder der Baum bereits vorbelastet ist heißt es später noch: "Er hat aber gesagt". Aber gegen ne Grobe richtlinie ist ja nichts einzuwenden. Besonders werde ich die gängigen Parkbäume mal nach "Problemrinden" einordnen bzw. "Robust".

Achja die Kontaktdaten kannste mir ja mal geben. Köln ist zwar nicht gerade meine ecke aber vielleicht lässt sich das alles ja auch via mail klären.

MfG Nico
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Re: Schutz vor Slacklineschäden

Beitragvon slackflo » Di 3. Aug 2010, 12:53

Übrigens hat man bei diesen dauerhaft fix installierten Schutzhölzern das Problem das beim Dickenzuwachs sich der Baum selber abschnürrt. Müssten also Jährlich kontrolliert werden ob noch alles genug platz hat, ich denke das hat auch potzi gemeint mit nicht Optimal.

Ok ist klar aber könnte man Nicht einfach Gummibänder hernehmen? Dann wächst der Baumschutz mit...
Das kann nicht durch Reibung und nicht durch druck entstanden sein. Vermutlich durch einen seitlich angebrachten Ankerstich der ein großes drehmoment auf die rinde gebracht hat.

Hab ich mir auch schon gedacht. Aber wer auch immer da seine Line aufgebaut hat müsste doch auch erkennen dass das nicht gut
für den Baum ist. Das erkennt sogar der der noch nie auf ner Slackline stand.
Die einzige Line die meines Wissens nach mit nem Ankerstich befestigt wird sind die von Gibbon und bei denen (hab ich ausprobiert) ist es eigentlich so dass
sich der Ankerstich nahezu von selbst ausrichtet (erst recht wenn der Baum nass ist)
Wenn man also seinen Ankerstich wirklich so an der Seite haben will dass sich ein Baum schält muss man das schon mit absicht erzwingen.
oder...?
LG Flo
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Re: Schutz vor Slacklineschäden

Beitragvon potzi » Di 3. Aug 2010, 16:46

slackflo hat geschrieben:Die einzige Line die meines Wissens nach mit nem Ankerstich befestigt wird sind die von Gibbon ...

Leider weit gefehlt. Das dürfte momentan die meistverwendete Anschlagart sein (leider). Gibts auch bei Austrialpin, Slackstar, Webster&Maroon uvm..

Die lustigsten käuflich erhältlichen Baumschützer hab ich gestern von Austrialpin gesehen. Die sog. TreeLeaves sind grüne blattförmige Kunststoff platten in Blattform. Erst mal gar nicht soo übel, aber schaut man auf die Rückseite, dann sind da so noppen wie auf den Rasenteppichen, nur wie die ganzen Teile an sich eben aus Hartplastik.. Man stelle sich eine hübsche Hainbuche mit glatter Rinde vor und wie die RInde nach dem Slacken schöne regelmäßige löcher hat..

http://freizeitalpin.at/2010/07/20/aust ... lacklines/
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Re: Schutz vor Slacklineschäden

Beitragvon Wulf » Di 3. Aug 2010, 19:17

slackflo hat geschrieben:Ok ist klar aber könnte man Nicht einfach Gummibänder hernehmen? Dann wächst der Baumschutz mit...


Das könnte man sicherlich machen. Auch ist es einerseits als Signalwirkung und bei wirklich vielen Slacklinern die dort Tag für Tag ihre Bänder spannen ne brauchbare Idee. Was mir dabei aber übel aufstößt ist das Bild für einen Laien. Dieser sieht diese überdimensionierten Teile und denkt zum einen: Jaa die Bäume werden geschont, zum anderen aber auch: Da müssen ja enorme Kräfte wirken wenn so ein üppiger schutz vorhandensein muss. Wenn der das nächste mal nen normal Slackliner, mit Teppich als Baumschutz oder ganz ohne z.B. bei Rundschlingen, sieht versteht der doch die Welt nicht mehr und denkt dieser Kerl da schrottet gerade nen Parkbaum.

Wenn man dann anfängt zu erklären das es Harmlos ist und so ne Borke nicht so schnell schaden nimmt glaubt der eh kein Wort. Warum sollte denn sonst die Stadt solch große Baumschoner Installieren? Die Einzige richtige Antwort darauf wäre dann: Das weiß ich auch nicht! :lol:
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Re: Schutz vor Slacklineschäden

Beitragvon slackflo » Mi 4. Aug 2010, 10:17

Leider weit gefehlt. Das dürfte momentan die meistverwendete Anschlagart sein (leider). Gibts auch bei Austrialpin, Slackstar, Webster&Maroon uvm..

Okay hast recht, ich stell mir meine Sets meistens selbst zusammen und benutze da eigentlich nie nen Ankerstich (ausser Rodeo-Lines)

Was mir dabei aber übel aufstößt ist das Bild für einen Laien.

Ja das stimmt, und manche Leute wollen sich auch einfach nichts erklären lassen :-)
Aber es geht hier um die Bäume und nicht um die Laien.
Aber es stimmt schon ist dann vielleicht auch ganz schön blöd wenn man dann als böser Baumschänder dasteht.
Ich würde allerdings sagen dass es sich an viel beslackten Bäumen doch rentieren würde
Aber ich bin auch Ratlos...
LG Flo
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Re: Schutz vor Slacklineschäden

Beitragvon Dr_Slack » Do 2. Sep 2010, 21:15

Das ist in jedem Fall mal eine neue Variante zum Thema. Flexibilität bleibt da natürlich (leider) außen vor.

Wir www.vienna-slackliners.at haben demnächst einen Termin mit dem Stadtgartenamt in Wien und da wird das Thema Baumschutz mit Sicherheit eine Rolle spielen.

Deshalb die Frage: Wer hat Unterlagen, Referenzen, Untersuchungsergebnisse, oder andere Quellen, die wir im Sinne baumfreundlichen Slacklinens als Argumentationshilfe verwenden können?

Beste Grüße

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