Selbstklemmender Flaschenzug

Wie wird eine Slackline möglichst sicher und einfach gespannt.

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Selbstklemmender Flaschenzug

Beitragvon köbes » Do 11. Okt 2007, 08:12

Servus zusammen!

Wir sind ja eigentlich Ratschenfans, aber bei langen Highlines (25m und mehr) hatten wir immer das Problem mit Ratschen unser Industrieband hart genug zu bekommen.
Angeregt durch den SK Flaschenzug den auch die Slackline-Tools verwenden haben wir diesen Aufbau etwas verändert. Normal kann man diesen Flaschenzug mit der Line auf der man geht bauen. Das Problem ist, dass der Linelocker am Flaschenzug total ungünstig belastet wird (auseinandergezogen) und dort auch die schwächste Stelle im System ist (haben wir bei unseren Reisstest bestätigt bekommen).
Wir verwenden bei diesem Flaschenzug immer Edelstahlschäkel. Die sind einfach glatt wie ein Babypopo und erleichtern so das Spannen, und belasten die Line weniger.
Die Achter/Reepschnurkonstruktion verwenden wir zum abschließenden Entspannen der Line auf der anderen Seite. (geht supereasy und hält knapp 4 T )
Das letzte Bild wird eine Platte werden, die der Jürgen (Seilerei Peter) grad bauen lässt. Diese wird vorraussichtlich die goldene Kong-Platte ersetzen, die Ihr jetzt noch auf den Bildern seht.
Es werden sowieso vielleicht noch Fragen kommen (sowieso vielleicht - sagt man so?) drum hör ich jetzt auf.
Diesen Aufbau werden wir in Zukunft für unsere Highlines und lange Lines benutzen weil man mit wenig Material viel Weg ausm Band ziehen kann.
Jetzt hör ich echt auf!!!

Grüsse

der Köbes
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RE: Selbstklemmender Flaschenzug

Beitragvon Balance » Do 11. Okt 2007, 08:53

Hallo Thomas! Lässiger Aufbau habts. Verwende in letzter Zeit auch immer öfter diesen Flaschenzug. Meistens dann noch in Verbindung eines 1:3 Flaschenzug zum Spannen, statt der Ratsche. Habt ihr echt keine andere Möglichkeit mehr das System zu entspannen, außer mit dem Reepschnuraufbau?? Weil wir mal gesagt haben sowenig Material in der Line wie möglich. Das mit dem Linelocker und der ungünstigen Belastung hätte ich auch getippt, dass es dort ev. Probleme gibt. Hier ev. ein Tipp wie ich das System entspanne wobei ich gleich anmerken möchte, dass ich sicher nicht so eine hart gespannte Line gehabt habe wie ihr.

http://www.slackline.com/Page.bok?template=tip

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RE: Selbstklemmender Flaschenzug

Beitragvon vagabond » Do 11. Okt 2007, 09:02

Hi Thomas

Cooles System. Klingt etwas weniger Aufwand zum aufbauen als das bei dem direkt aus der Ratsche ein Flaschenzug gebastelt wurde.

Eine Frage hab ich trotzdem, welchen Vorteil haben die geplanten Edelstahlplatten im Vergleich zu den Kong-Platten?


und eine bösartige Anmerkung: Die Seilerei Peter soll statt auf Edelstahlpoliererei auf Schiffsplanken umstellen, dann könnt ihr gleich Bretter über Schluchten legen ;-) *SCNR*


lg
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RE: Selbstklemmender Flaschenzug

Beitragvon köbes » Do 11. Okt 2007, 10:00

Also.....

... die Kong Platte funktioniert super - die Löcher sind allerdings L-förmig angeordnet und die ziehts daher schräg. Warum nicht was besseres machen? Wir spannen unsere Lines auch nicht alle bretthart!! (´keine dummen B-Sprüche mehr - bitttttteeee ;) ;) ). Der Jürgen macht uns auch immer den Vorwurf dass wir beim Highlinen unnötig hart spannen oder meinen es geht nicht anders. Der Spitzbub hat aber noch nie einen Versuch auf der hohen Line gemacht!!

Warum die Entlastungskonstruktion mit den 2 Achtern? - Das einzige was mir an dem SK Flaschenzug nicht gefällt ist, wie er gelöst wird. Man muss mit Gewalt das Band unten rausziehen. Unter der Belastung find ich das einfach nicht gut fürs Band. Das Achterding haben wir zerrissen - hält knapp 4 Tonnen - ist also super sicher!
Man könnte es auch als Feintuning-System betrachten, mit dem bei zu hart gespannten Bändern gezielt nachgelassen werden kann!

Ich finds saugeil!

lg

der Thomas
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RE: Selbstklemmender Flaschenzug

Beitragvon Bernie » Do 11. Okt 2007, 10:37

Hi Thomas,

also erstmal vorweg: die ganze Konstruktion schaut extrem geil aus und ziemlich durchdacht.
Zu ein paar Kleinigkeiten kann ich mir allerdings einen Kommentar nicht verkneifen ;):

köbes - 2007-10-11 10:00 AM
... die Kong Platte funktioniert super - die Löcher sind allerdings L-förmig angeordnet und die ziehts daher schräg. Warum nicht was besseres machen? [/quote]
Soweit ich verstanden hab sind diese Slyder Platten als Seilbremsen irgendeiner Form gedacht und nicht als Plate... habt ihr deswegen je 2 verwendet?
Eine Petzl Paw S wäre für sowas gedacht und würde vermutlich grad bleiben.

[qoute]Wir spannen unsere Lines auch nicht alle bretthart!! (´keine dummen B-Sprüche mehr - bitttttteeee ;) ;) ). Der Jürgen macht uns auch immer den Vorwurf dass wir beim Highlinen unnötig hart spannen oder meinen es geht nicht anders. Der Spitzbub hat aber noch nie einen Versuch auf der hohen Line gemacht!! [/quote]
Hm, wenn Du keine B-Sprüche hören willst sag ich besser nix dazu. *ggg*

[quote]Man muss mit Gewalt das Band unten rausziehen. Unter der Belastung find ich das einfach nicht gut fürs Band. [/quote]
Ich seh's auch so daß das Lösen bei viel Spannung nicht ungefährlich ist. Aber die Gewalt fürs rausziehen ist nicht grösser als die Gewalt die es brauchte um da unten reinzukriegen.

[quote]Man könnte es auch als Feintuning-System betrachten, mit dem bei zu hart gespannten Bändern gezielt nachgelassen werden kann! [/quote]

DAS wiederum glaub ich Dir nicht ganz.... Du hast auf dem Foto 8 Wicklungen, d.h. die Reepschnur 16fach genommen. Um jetzt einen halben Meter nachzulassen müsst ich 8m Reepschnur übrig haben die ich da reinlass. Das find ich vom Materialaufwand her nicht zielführend.... oder wie macht ihr das: wieviel Reepschnur habt ihr da drin?
Zum Entspannen sicher ganz gut... obs die Achter braucht oder man gleich in die Schäkel fädeln könnte ist vermutlich Geschmackssache, so ists jedenfalls ideal übersichtlich und geordnet.

Wenn ich jetzt für euren Aufbau mal eine Materialliste mach:

1 Line zum Gehen
1 Line für Flaschenzug
1 Langhebelratsche
3 SafeTex Schlingen
3 Line Locker
2 Abseilachter
10m (?) Reepschnur
8 Edelstahl Schäkel
4 Kong Slyder

Sieht aus als hätte das jemand zusammengestellt, der haufenweise Ausrüstung rumliegen hat und sich um Endverbraucherpreise keine Gedanken machen muss! ;);):)

LG,
Bernie
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RE: Selbstklemmender Flaschenzug

Beitragvon NoObYstaR » Do 11. Okt 2007, 11:02

Hi Bernie,
klar habe ich so viel Zeug rumliegen das ich mir schon 2 Regale gekauft hab, damit ich das ganze Zeug lagen kann.
Mann Brauch kleine 3 Rundschlingen es reichen auch 2.
Klar ist das man ein 2. Band braucht damit der Flaschenzug ein eigenes System ist, und natürlich braucht man ein paar Schäkel mehr.
Aber das ganze recht fertig sich weil man damit sehr lange Bänder einfach spannen kann.

Grüsse

NoObYstaR
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RE: Selbstklemmender Flaschenzug

Beitragvon köbes » Do 11. Okt 2007, 11:14

Servus Bernie!

Also... die 2 Kong-Platten pro Seite deswegen, damit die Platte auf dem Schäkelbolzen nicht in ein Eck rutscht und angenehmer Nebeneffekt doppelte Tragkraft.
Vielleicht lasse ich die Platten auf der Fixpunktseite ganz wegfallen, weil eigentlich überflüssig! Mann braucht die 2 Löcher eigentlich nur auf der anderen Seite.
Die Petzl-Platte hat 3 Löcher und ich brauch eigentlich nur 2 (außerdem ist das Ding bestimmt nicht billig ;) )
Die Gewalt zum rausziehen ist meine ich doch größer, weil dieses mit relativ hohem Tempo geschieht und unter Druck. Reingezogen wird das Band sehr langsam. Das rechtfertigt meine ich schon den Einsatz der Achterkonstruktion.
Du hast aber recht, normal nehme ich nur 4 oder 5 Reepschnurreihen und eine 6mm starke Reepschnur.
Das leidige Preis Thema:
Die meisten Komponenten hat der routinierte Slacker ja eh schon - die Edelstahlschäkel muss mann kaufen - Ok - aber die sind soooo geil - das lohnt sich. Die Kong Platten sind nicht teuer und 2 reichen. Evtl. kann man bald beim Jürgen die Edelstahlplatte mit den drei Löcern für weniger Geld bestellen.

Abgesehen davon finde ich hätte diese Konstruktion einen Schönheitspreis verdient ;) ;)

lg

der Thomas
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RE: Selbstklemmender Flaschenzug

Beitragvon bernhard » Do 11. Okt 2007, 11:43

Hallo Thomas

Den Schönheitspreis hast du von mir auf sicher ;)

Zwei Sachen sind mir noch nicht ganz klar. Zum einen frage ich mich, ob das Band des selbstklemmenden Flaschenzuges beim Spannen nicht beschädigt werden könnte, wenn viel Zug drauf ist (z.B. bei längeren Lines).

Das mit der Repschnur und den 2 Achtern ist mir noch nicht ganz klar. Was hast du da für Knoten drin und wie lange sollte die Repschnur sein, dass es zum Entspannen reicht? Ich würde eine Variante mit weniger Material und Fehleranfälligkeit vorziehen.

lg bernhard
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RE: Selbstklemmender Flaschenzug

Beitragvon köbes » Do 11. Okt 2007, 12:15

Servus Bernhard!

Wir haben ja eine lange Line schon damit ohne Beschädigung aufgebaut und beim Zerreissen hat es an den Punkten auch keine Probleme gegeben! Das war aber auch immer meine größte Sorge.
Die Konstruktion zum Entlasten könnte man bestimmt auch mit Schäkeln anstatt den Achtern bauen. Ich würde mind. 6mm nehmen und mind. 4 Wicklungen.
Am Anfang habe ich einen doppelten Bulin gesteckt und am Ende eigentlich nur einen Schleifknoten mit Schlag. Wenn Schäkel würde ich die Edelstahlvariante nehmen, weil vielleicht doch etwas Bewegung in den Windungen ist beim Spannen, und jede Kante am Schäkel sich eher negativ auswirkt.

Nur um das nochmal klarzustellen. Diese Entlastungskonstr. werde ich persönlich nur bei sehr langen Lines einsetzen in Verbindung mit dem SK Flaschenzug. Bei einer Highline würde ich die Reepschnur zusätzlich mit einer Bandschlinge überbrücken zur Sicherheit.

Ach ja und danke für den Schönheitspreis Bernhard (das wäre doch nícht nötig gewesen ;) ;) ;) )

Grüezi nach CH

Thomas
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RE: Selbstklemmender Flaschenzug

Beitragvon thesurge » Do 11. Okt 2007, 17:53

Erstmal Wow!! extrem geiles Setup - soll euch mal einer nachmachen vorm nörgeln *duck*

köbes - 2007-10-11 11:14 AM
die Edelstahlschäkel muss mann kaufen - Ok - aber die sind soooo geil - das lohnt sich.

Wo hast du die gekauft bzw. welche Bruchlasten weisen diese auf? Von denen könnt ich sofort 3 Stück brauchen :)

Eine Frage - aber nicht Steinigen - warum kann ich die Schäkel anstelle von quer (slackline-tools) nicht der länge nach nehmen,
wenn ich auf der Seite wo der Bolzen ist die Fixe Line bzw. den Fixpunkt verwende?


Wir arbeiten gerade an einem Reebschnurflaschenzug mit Kugellagern (im forum hat schon mal jmd. ein Bild davon
gepostet - so ähnlich soll auch unserer werden), damit sollte spannen und entspannen ohne
Probleme möglich sein. Einziges Manko ist imho der Bruchtest der beim selber schweißen noch aussteht.

greez max

*edit*: hab das Photo gefunden! Danke Tommifx für die Anregung - ich hoffe du hast noch kein Patent drauf ;)
http://www.snoo.at/slack-line/forums/thread-view.asp?tid=716&posts=4
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