Selbstklemmender Flaschenzug

Wie wird eine Slackline möglichst sicher und einfach gespannt.

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RE: Selbstklemmender Flaschenzug

Beitragvon bernd » Fr 16. Mai 2008, 07:37

sind die Ringe nicht im "Bertl-Zug" verbaut?

http://www.snoo.at/slack-line/forums/thread-view.asp?tid=1029&start=1
hätte gedacht dass die teurer sind, so langsam hat man echt viele Alternativen lange Lines zu spannen...und es wird immer mehr geschmacksache, welches System man verwendet.
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RE: Selbstklemmender Flaschenzug

Beitragvon Joggl » Sa 14. Feb 2009, 00:30

Hei Leute,

ich hätt mal ne Frage zu dem Köbeszug. Ich hab den gleichen AUfbau wie der Köbes mit zwei KOngplatten und 1,5 t Edelstahlschäkeln mit Sicherheit 4. Als Fixline wie auch als LaufLine verwende ich eine Slackstar Control. Ich befestige die LaufLine per Linelocker am Köbeszug.

Ich hab beim Spannen von den 50 Metern oder einer Jumpline schon großen Respekt vor den Kräften im System. Wo sind die Schwachpunkte im System? Ich hab schon Angst dass es mir den Köbeszug beim Spannen um die Ohren haut wenn z.B. die FIxLine reisst...

Was kann kaputt gehen, was gefährlich wird...?

Wie kann ich meinen Aufbau möglichst sicher machen? Vielleicht ne Banane zum Befestigen der Laufline am Köbeszug oder vielleicht eine sehr stabile Fixline mit hoher Bruchlast...

Grüßé Jakob
Oder muss ich mir keine Sorgen machen, da sich die Kräfte in der Fixline auf die einzelnen Stränge aufteilen?
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RE: Selbstklemmender Flaschenzug

Beitragvon seflue » Sa 14. Feb 2009, 23:11

Wenn du mit Fixleine das Band meinst, mit dem du spannst: Das wird dir wohl eher nicht reißen, da auf die einzelnen Stränge grob gerundet nur ein Fünftel der Last wirkt (bei 5:1-Flaschenzug). Der Schwachpunkt bei weiser Auswahl des Materials ist immer noch das Band, auf dem du gehst, speziell dessen Anschlagpunkt im Linelocker. Die Slackstar Control hat zwar mit 22,5kN keine ganz so hohe Bruchlast, aber bei 50m mußt du dir da noch keine Sorgen machen. Für richtig lange Leinen solltest du dir zum Gehen evtl. ein stärkeres Band besorgen, aber evtl. hast du dann auch keinen Bock mehr, mit Köbeszug zu spannen - das dauert dann nämlich ewig. ;) Der wahre Longline-Liebhaber spannt mit Rollenflaschenzug. *g*
50m ist so das, was ich mir aufbaue, wenn ich mal bißchen gechillt auf der Leine rumlaufen will. Für das Spannen alleine (also Leine ist im ungespannten Zustand aufgebaut und muß noch straffgezogen werden - das ist ja auch die einzige Größe, die man mit dem Köbeszug wirklich vergleichen kann) brauch ich keine 5 Minuten. Ich benutz allerdings einen Slackdog am anderen Ende, das macht die ganze Geschichte etwas effizienter. Also so'n Rollenflaschenzug ist schon cool. Gesamtaufbau würd ich mal mit 'ner halben Stunde veranschlagen, inkl. Baumschutz um die Bäume wickeln, Rundschlingen einfädeln, etc. pp. Dabei aber einen ganz Gemütlichen gemacht, wenn ich zwischen den Fixpunkten joggen würde, würds wahrscheinlich etwas schneller gehen. :)
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RE: Selbstklemmender Flaschenzug

Beitragvon Joggl » Sa 21. Feb 2009, 22:39

Hei liebe Leute,

ich hätt noch eine Frage zu der Entlastungskonstruktion, die der Köbes vorgeschlagen hat. Ich beziehe mich auf das Bild ganz oben in diesem Thread.

Die Achter und die Edelstahlschäkel liegen ja direkt aufeinander, die Kraft müsste da ja ziemlich puntuell wirken und echt hoch sein.... ist das gefährlich?

Bekommen meine schönen Edelstahlschäkel Kerben von dem Aufbau? Ich spanne mit dem Köbeszug ein 50 Meter Band und hab schätzungsweise knapp 600 Kilo Belastung...

Gruß Joggl
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RE: Selbstklemmender Flaschenzug

Beitragvon seflue » Mo 23. Feb 2009, 02:27

Wenn da irgendwas 'ne Kerbe bekommt, dann wohl eher der Achter, denn der ist weicher als das Edelstahl. Aber das halte ich eher für unwahrscheinlich. Metall auf Metall hatte ich bis jetzt nur bei Schäkel/Delta in Seilrolle und da hat es die Ränder der Rollenöse (Alu) leicht verformt, aber das ist normal.
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will auch so ein Teil bauen!!!

Beitragvon Fluid Flo » So 31. Jan 2010, 20:26

Moin!

Wir wollen einen Köbes-Flaschenzug aufbauen.
mit dem „Doppelschäkel-Linelocker“, den Samy beschrieben hat ( http://www.snoo.at/slack-line/forums/thread-view.asp?tid=1267&posts=17 ).

Wir haben schon einige starke Schäkel, Linelocker und Rundschlingen.

Ich hätte aber noch ein paar offene Fragen:

Wie weit spannt ihr mit dem Köbeszug maximal?
Die Übersetzung ist ja die gleiche wie bei einem „normalen“ selbstklemmenden Flaschenzug mit Ratsche dahinter potenziert. Vom Ellington habe ich immer mal gehört, dass so ca. 50m gehen, irgendwer hat auch mal 70 m geschrieben. (Wir wollen einen Entspannungs-Mechanichtsnutz einbauen.)
Bernd schrieb im Köbes-Flaschenzug-Thread: wir spannen in LanGshut öfter mal damit 60m...is aber meines Erachtens noch nicht die Grenze erreicht...
Wo liegt denn die Grenze??? Und wie hoch muss ich bei 60 – 70m mit den Fixpunkten?
Oder nervt der Ausbau von 60 – 70m auf Dauer mit dem System sehr???

Wie viel Meter Line (zum Spannen) würdet ihr bei einer Lauflinelänge von 60 – 70 m einplanen? Wir wollen White Magic spannen. Habe aber keine Ahnung wie viel Vorspannung wir für die Länge aufbringen müssen und wieviel Line wir dadurch rausziehen. Wenn ich mal von 800 kN und den 5 % Dehnung (aus dem Kraftdehnungsdiagramm) ausgehe (passt das?):

60 m x 0,05 (Dehnung) = 3 m Spannweg
3 m Spannweg + 0,5 m Reserve = 3,5 m
3,5 m x 5 (Flaschenzug mit Übersetzung 5) = 17,5 m

Bei 70 m mit 5% Dehnung und 0,5 m Reserve komme ich auf 20 m fürs Spannband.

Wenn ich keine Reserve einrechne, dann würden die 15m ganz knapp reichen. Aber auch nicht mehr für 70 m. Wieviel Vorspannung muss ich denn drauf bringen? Ich will mit den Fixpunkten am liebsten nicht über 1,80 m oder so.

Meint ihr zum Entspannen reichen 15 m Line?

Als Spann- und Entspannband habe ich an die slackliner.de Flex 15m oder falls notwendig 25m Line mit Schlaufe gedacht, das ist schön preisgünstig (ca. 11 Euro bzw. 18 Euro ohne Versand) und man kann es auch mal für kürzere Lines als Laufband verwenden...
( http://www.slackliner.de/product_info.php?info=p149_slackline-flex-25mm-breit---einzeln-.html ).

Was findet ihr zum Potenzieren nach dem Ellington am geeignetsten für lange Lines? Balance spannt mit 3:1 Flaschenzug dahinter... Köbes mit Ratsche. Muss man die Ratsche für Lines ab 50 m Länge sehr oft neu ansetzen? In dem Fall könnte man ja erstmal 3:1 Flaschenzug und dann die Ratsche nehmen um den Vorgang zu beschleunigen??? Bringt man mit der dahinter geschalteten Ratsche mehr Kraft auf als mit dem 3:1 Flaschenzug?

Entschuldigt die vielen Fragen und lasst euch bitte davon nicht abschrecken...

Grüße,
Flo
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RE: will auch so ein Teil bauen!!!

Beitragvon Harry » Mo 1. Feb 2010, 19:51

Hallo Flo,

ich spanne meine 70m white magic auf die volle länge in ca. 1,8 - 2 meter höhe.

Zum spannen verwende ich den von Samy beschrieben und von dir erwäheten doppelschäkel ( http://www.snoo.at/slack-line/forums/thread-view.asp?tid=1267&posts=17 ). das spannband ist ein slackstatar control mit 20 meter länge. recht virl kürzer sollte es aber nicht sein.

um kraft ins system zu bringen verwende ich eine leicht modifizierte zurrgurtratsche. um die reibungsverluste an der ratsch gering zu halten hab ich kugellager angeschweißt :-) . wie oft ich die ratschen achsetzen muss, kann ich jetzt nich sagen. ich denke so um die 10 bis 15 mal oder auch öfter. hab nie mitgezählt. mit wird aber auch im winter warm dabei.

zum entspannen nehme ich die von mir gezeige variante mit einem sckäkel und einem großen kettenglied drüber. ( http://www.snoo.at/slack-line/forums/thread-view.asp?tid=1579&start=23 ). das entspannband hat eine länge von 10 meter mit vernährter schlaufe an einem ende.


Wie weit spannt ihr mit dem Köbeszug maximal?

mit meinem quasi köbeszug 70m (länger ist meine white magic nicht)


Wo liegt denn die Grenze???

ich denke die 100m sollten grad noch drin sein


Und wie hoch muss ich bei 60 – 70m mit den Fixpunkten?

ca. 1,8 -2 meter je nach motivation beim spannen


Oder nervt der Ausbau von 60 – 70m auf Dauer mit dem System sehr???

ich brauche für den gesamten aufbau alleine ca. 1h 15min.


Wie viel Meter Line (zum Spannen) würdet ihr bei einer Lauflinelänge von 60 – 70 m einplanen? Wir wollen White Magic spannen.

mit ca. 3,5-4 meter


Bei 70 m mit 5% Dehnung und 0,5 m Reserve komme ich auf 20 m fürs Spannband.

Mein spannband hat 20 meter und es ist sich immer leicht ausgegangen. man kann aus dem vom Samy beschriebenem doppelschäkel am anfang noch bisschen was aus der hauptline rausziehen


Meint ihr zum Entspannen reichen 15 m Line?

meine 10 meter reichen leicht aus


Als Spann- und Entspannband habe ich an die slackliner.de Flex 15m oder falls notwendig 25m Line mit Schlaufe gedacht

übers band kann ich keine aussage machen, aber wenn eine schlaufe dran ist ists beim spann und entpannband ist schon gemütlich, weil bissi weniger fummelei.


Bringt man mit der dahinter geschalteten Ratsche mehr Kraft auf als mit dem 3:1 Flaschenzug?

definitiv. ich spanne 1-2 mal mit 3:1 mit anziehen und dann driekt mit ratsche. ich habs mal probiert die ratsche hinter dem 3:1, aber das bringt nix. da musste ich nur unedlich oft die ratsche nachsetzen


Entschuldigt die vielen Fragen und lasst euch bitte davon nicht abschrecken...

kein problem :-)


hoffe mein antworten sind hilfreich.

lg
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RE: Selbstklemmender Flaschenzug

Beitragvon Fluid Flo » Mo 1. Feb 2010, 23:28

Hi Harry!

Ich nehme mal den Schluss vorneweg:

"hoffe meine Antworten sind hilfreich."

Deine Antworten sind der Burner! Danke, Danke, Danke! Sie lassen keine Frage offen und werfen kaum neue auf. Mach weiter so und ich schreibe alle meine Fragen nur noch als Personal Message an Dich (soll eine Warnung sein!).

Du hast nicht wirklich Kugellager an Deine Ratsche geschweißt, oder??? Bin mir grade echt nicht sicher, ob Du einen Gag machst oder nicht…
Je öfter ich es lese, desto mehr glaub ich, dass Du da wirklich Kugellager ran geschweißt hast. Wow! Den beschriebenen Aufbau bekommt man aber auch ohne diesen Upgrade hin, oder? Nur halt mit etwas mehr Krafteinsatz… Hast Du deine getunte Ratsche mal geknipst?

10 bis 15 mal nachsetzen ist natürlich schon heftig. Und über 1h Aufbau auch. Naja, was macht man nicht alles um zu longlinen. Aber bis wir 70m spannen dauert es sicher noch (sind gerade bei 35 recht slack), also haben wir noch eine Gnadenfrist mit kürzerer Aufbauzeit.

Wenn Du auch 70m Line hast und 100m gerade so gehen, dann werden 70m für uns auch reichen, ich will das System nicht bis zum Ende ausreizen und dann über 1,5 Stunden für den Aufbau brauchen…

Die Fixpunkthöhe hört sich auch noch gut an.

"ca. 3,5-4 Meter zum Spannen..."

Cool, da lag ich ja mit meinem groben Tipp gar nicht schlecht! Dann können wir wohl die 15m und 25m Slackliner.de Line nehmen.

Zum Entspannen: coole Idee, der Harry-Entspannungszug!

Und noch eine letzte Frage für heute zum Entspannen mit der einfachen „Schäkel-Line-Schäkel-Rumwickel-Methode“:
Denkst Du, dass die Schlaufe selbst bei LANGSAMEM Entspannen mit der Zeit durchschleift? Wir haben die Methode bisher nur bei viel kürzeren Lines und natürlich auch viel weniger Vorspannung verwendet. Naja, wenn sich erste Durchschleiferscheinungen zeigen, dann können wir ja immer noch auf den Harry-Entspannungszug upgraden.

Beste Grüße,
Flo
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RE: Selbstklemmender Flaschenzug

Beitragvon Sebastian » Mo 1. Feb 2010, 23:41

Hi,
wir entspannen schon eine ganze Weile mit dem normalen Wickel Entspann Ding ohne Kettenglied und ich würde sagen dass es schon wirklich sehr sehr lange braucht bis die Schlinge durch ist. Ich hab zumindest noch nie das Entspannband deswegen auswechseln müssen... Durch die vielen Wicklungen bewegt sich am Anfang ja eh nicht so viel an der Stelle, und später ist die Kraft dann nicht mehr sehr hoch, sodass die Reibung auch überschaubar bleibt...

Grüße,

Sebastian
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RE: Selbstklemmender Flaschenzug

Beitragvon Harry » Do 4. Feb 2010, 20:51

ja die ratsche hat kugellager ;-)
ich hab mir mal eine ratsche beim oftmaligen spannen und nachsetzen geschrotet. die beiden bolzen haben sich dabei eingelaufen und dann hats gezwickt.


zu der schlaufe beim entspannungsband:
die ersten mal hab ich das kettenglied noch nicht verwendet, sondern das band direkt über die schlaufe gleiten lassen. mittlerweile ist bei meinem spannband die verstärkung der schlaufe schon fast durchgescheuert.
wenn das spannband keine schlaufe hat, ist auch nicht so tragisch. einfach nen knoten um den schäkel (ankerstich, mastwurf, ...) und da das band über den knoten legen. nachdem man den knoten nie an der exakt selben stelle macht, wird das band nicht so schnell verschleißen. und wenn dann doch, einfach den kaputten halben meter abschneiden und gut ist.

lg
harry
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