Entlastungskonstruktionen

Alles rund um Sicherheit, Materialversagen, falsche Aufbauten, schief gegangene Tricks.

Entlastungskonstruktionen

Beitragvon potzi » Di 28. Apr 2009, 10:39

Jetzt ist in zwei Threads das Thema Entlastungskonstruktion aufgekommen. Um die Übersichtlichkeit zu wahren mach ich einfach mal nen neuen auf:

Welche Entlastungskonstruktion verwendet ihr?
Mir sind bisher zwei prinzipielle Varianten bekannt:
-Bauernflaschenzug mit Reepschnur http://www.snoo.at/slack-line/forums/get-attachment.asp?action=view&attachmentid=1290
-Bauernflaschenzug mit Slackline http://www.snoo.at/slack-line/forums/get-attachment.asp?action=view&attachmentid=2604

Bei der Reepschnurvariante ist es schon bei ein paar Leuten (ich habs am Wochenende auch geschafft) vorgekommen, dass beim Entlasten die Reepschnur aufgrund von Schmelzverbrennung reißt und dann Bananen durch die Gegend fliegen.
Mir fällt kein Grund ein, warum dieses Risiko bei Band nicht bestehen sollte, zumal Kern-Mantel Material eher mehr abkann.
Bei der Reepschnur sieht es so aus, als wäre das Kriterium wie ordentlich die Wicklungen gelegt werden und ob sie übereinanderliegen oder nicht.

Was sind eure Erfahrungen? insbesondere im Zusammenhang Band und Schmelzverbrennung?

Gibt es noch andere Methoden?

Grüße Christian

potzi
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RE: Entlastungskonstruktionen

Beitragvon Sebastian » Di 28. Apr 2009, 11:01

Hi,
wir (ent-)spannen seit langer Zeit immer mit einer Slackline und ich hatte bisher nie auch nur annähernd das Gefühl dass da irgendetwas verschmelzen könnte. Vielleicht verteilt sich der Druck bei einer Slackline gleichmäßiger auf die ganze Breite, sodass nicht so viel Wärme an einer bestimmten Stelle entsteht.
Wo man allerdings aufpassen muss ist wenn das Entspannband etwas kürzer wird. Wir hatten früher ein 5 m Band und mussten das dann mal auf ca 3 m abschneiden. Wenn man jetzt lange Sachen spannt wo man viel Weg aus dem Band rausholt kann es vorkommen dass das Entspannband wirklich zu kurz wird.

Grüße, Sebastian
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RE: Entlastungskonstruktionen

Beitragvon köbes » Di 28. Apr 2009, 11:05

Servus!
wir haben am Anfang immer mit Reepschnur entspannt und auch das Problem mit der Wärmentwicklung gehabt.
Inzwischen entspannen wir auch über eine Slackline (meistens das alte Slackline-Tools Band)
Zwischendrin habe ichs mal mit Schlauchband vom Klettern probiert - das war nicht ungefährlich weil durch die glatte Oberfläche das Band ziemlich schnell durchgerutscht ist.
Ich bevorzuge deswegen flache aber nicht zu glatte Industriebänder.
Grüssle
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RE: Entlastungskonstruktionen

Beitragvon Dr_Slack » Di 28. Apr 2009, 11:22

Ich habe neulich auch mit einer Line zum Entlasten experimentiert und habe dazu ein brandneues Band von Landcruising (das rote 2,5mm breite) verwendet.
Was für eine Verschwendung werdeen sich viele denken und es war eigentlich viel zu lang mit seinen 15m, hat aber bei noch nicht allzu hoher Spannung ein absolut stufenloses Nachlassen der Spannung ermöglicht.

Ich würde daher vermuten, dass neben der Rauheit des Bandes auch die Länge eine gewisse Rolle spielt, da dadurch insgesamt auf einer größeren Fläche Reibung und somit auch die erwünschte Bremswirkung entsteht sowie darüber hinaus die Kräfte, die Verschmorungen etc. verursachen könnten, wiederum auf eine größere Fläche verteilt werden.

Bin mal gespannt auf weitere Versuche mit längeren Lines bzw. höherer Vorspannung.
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RE: Entlastungskonstruktionen

Beitragvon bernd » Di 28. Apr 2009, 11:34

auch ziiiiiemlich entspannt (welch tolles Wortspiel *gg*) ist das einfache durchgleiten lassen durch eine Ratsche mittels der auf Seite 6 beschriebenen Methode:

http://www.slackonline.de/online/templatemedia/all_lang/resources/Fusion-Pro.pdf
auch spann ich in letzter Zeit immer mit diesem Fusion System...da sind auch 100m drin...und das Entspannen läuft richtig easy ab.
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RE: Entlastungskonstruktionen

Beitragvon vagabond » Di 28. Apr 2009, 14:41

Reepschnüre haben wir schon abgerissen: Durch verwickeln des Reepschnur-Flaschenzugs, durch scheuern/verhaken der Reepschnur am Gewinde des Schäkels, im Knoten der Reepschnur (zum befestigen am Fixpunkt), ein nicht eruierbarer Grund (Flaschenzug sauber gelegt, Riss mitten in der Schnur, keine Schäkel sondern saubere Deltas verwendet).

Mit Band haben wir erst zweimal (65 und 100m) entspannt, da gabs keine ersichtlichen Probleme, n=2 ist aber für eine Studie zu wenig.

Das System von der Fusion hab ich so in der Theorie nicht so richtig verstanden ;-)

Und gibts bei diesem Set diese 3 zu 1 Schlaufe auch extra zu kaufen, bzw auf welche Last ist die psezifiziert? Die würd mich nämlich in Kombination mit der Banane mal nicht so schlecht ansehen. Allerdings sind mir 70 Euro für so einen Bandsatz etwas zu viel.

lg
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RE: Entlastungskonstruktionen

Beitragvon bernd » Di 28. Apr 2009, 14:48

also ich finde 70 Euro für ein Spannsystem wo du 100m mit spannen kannst eigentlich nicht viel...da gibts teurere Lösungen auch...

also bis 100m hält diese 3 in 1 Schlaufe locker...kann dir aber nicht genau sagen was sie hält. Nur die Schlaufe gibts nicht, aber was willst damit allein anfangen?
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RE: Entlastungskonstruktionen

Beitragvon bernd » Di 28. Apr 2009, 14:53

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RE: Entlastungskonstruktionen

Beitragvon vagabond » Di 28. Apr 2009, 15:49

Ich hab da an eine Kombination mit Banane (am einfachen Ende) und Kettenzug bzw Entlastungskonstruktion am anderen Ende gedacht. Hätte mir nach einer praktikablen "Splitting"-Lösung ausgeschaut, momentan lösen wir das über Rundschlingen ;-) Funktioniert, sieht aber hässlich aus.

lg
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RE: Entlastungskonstruktionen

Beitragvon bernd » Di 28. Apr 2009, 16:01

ich finds halt praktisch, dass du deine longline schon mit den ratschen spannen kannst und danach fast das komplette Gewicht rausnehmen kannst und das total easy...zum entspannen hängst du dann die ratschen wieder ein stellst über die Spinel (siehe Video) die Bremse ein und lässt das System von selbst quasi entspannen.

Kann sein dass es im Video nicht so gut rüberkommt aber bei Minute 4:25 läuft das Band richtig schon langsam über die Ratsche zurück...musst nur aufpassen, dass es gerade reinläuft.
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