Longline für unterwegs

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Longline für unterwegs

Beitragvon fortunefaded » Fr 17. Aug 2012, 21:42

Hi,
ich möchte mir ein möglichst leichtes und kleines (und dazu noch möglichst günstiges ;-) ) Set für eine 40-70m Longline zusammenstellen.

Für die Rollen habe ich an 2 kleine Rock Exotica Doppelrollen gedacht mit jeweils 159g . Als Bremse würde ich dasGrigri 2 bei 185g verwenden.
Als Potenzierer Rolle auch ne Rock Exotica mit 94g. Der Potenzier kommt über ne Doppelprusik-Schlinge oder das T-Block an das Statikseil.
Die Slackline wird auf der Rollenseite an einer slackshop.cz Banane festgemacht, auf der anderen Seite noch eine oder - wenn das Band ne Schlaufe hat eben mit Schlaufe und Schäkel. Die Banane an der Rollenseite möcht ich direkt an der Rolle festmachen, um einen Schäkel einzusparen.
Auch das Statikseil(Tendon, 9mm) werd ich direkt an der Rolle einbinden, und zwar über eine Kausche (die wiegt fast nix und kostet auch fast nix) und dann nen Achterknoten.
Als Statikseil werd ich mir wohl 25m zulegen (50g/m=1,25kg)
Als Band selbst hab ich momentan das BlueWing von Elephant im Auge, White Magic haben eh so viele und mir gefällt das Band sehr gut, und durch die Schlaufe spar ich mir sogar noch ne Banane.
Baumschutz und Schlingen hab ich noch übrig, und was jetzt noch fehlt ist ein Schäkel für Baumschlinge zu Rolle, und von Rolle zum Grigri. Für den letzteren werde ich einen gedrehten verwenden, weil das Statikseil dann (hoffentlich?) nicht am Grigri reibt (also die Situtaion hier: Link möchte ich vermeiden).

Findet ihr den Aufbau so sinnvoll? Kann ich vielleicht noch was einsparen oder hab ich was vergessen? Funktioniert das mit dem gedrehten Schäkel und dem Grigri?
Und was mich auch noch interessieren würde: Kann ich mit dem Aufbau 50 oder 60 noch allein einigermaßen gut spannen? ( < 2m Durchhang)
Und ist es problematisch, wenn ich die Banane und den Schäkel direkt an der Rolle einhänge? Landcruising verkauft dafür ja extra Zentrierhülsen, sind die wirklich notwendig? Oder reichen möglicherweise auch zwei, drei kleine Beilagscheiben? Und noch ne Frage: Reichen 25m Statikseil für die vollen 70 Meter?

Schöne Grüße!
fortunefaded
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Re: Longline für unterwegs

Beitragvon follow url kuehma » Di 21. Aug 2012, 23:17

das sieh soweit gut aus bis auf das grigri und die rock exotica. die rollen sind defintiv zu klein um zwischen den seilen einem grigri platz zu bieten. empfehlung: 2te baumschlinge aus 45mm kfz gurt fuers grigri. die ist leicht und haelt! bei der potenzier rolle wuerde ich lieber eine groessere rolle verwenden, da diese 66% der effizienz des Zuges ausmacht. vorallendingen wenn du 70m damit alleine spannen willst. wenn 2 ziehen geht sicher auch die kleinere!!
ich spanne 70m T-18 mit 17% dehnung mit einer 3.75" (95mm) rolle in der potenz. der unterschied zu 2" ist riesig!
ansonsten gibt das ein lekker set!

gruesse
kuehma
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Re: Longline für unterwegs

Beitragvon happyknispel » Mi 22. Aug 2012, 10:43

die wunderlösung für Dein Problem heißt rigging plate und twisted shakle, da funktioniert das alles super.
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Re: Longline für unterwegs

Beitragvon aufgetaut » Mi 29. Aug 2012, 07:05

Schau' Dir doch mal das Ninja Set von Landcruising genau an, ist eigentlich genau was du beschrieben hast. Da ist der GriGri2 auch mit einem Schraubenglied (8mm oval) so halb embedded. Rigging plate oder zweite Schlinge sind dann doch zu viel extra Gewicht finde ich. Bei den Rock Exoticas ist es unmöglich ein Seil einzuknoten, ohne das der Knoten an den anderen Strängen reibt. Solltest also ein Seil mit Endvernähung zulegen. Das Seil aus dem Ninja Set (9mm/20m/Edelrid) kannst Du bei landcruising auch einzeln für 60€ kaufen, auch wenn es so nicht im Shop verfügbar ist. Bei Edelrid, Black Safe, Beal und Skylotec kann man sich entvernähte Seile herstellen lassen. Wenn Du viel alleine aufbaust, würde ich mir auch mal die Slacklinetools Baumschlingen anschauen. Die wurden auch beim Ninja verwendet, ohne den Biner für 23€ Stück kannste die auch bei Landcruising haben, oder halt von ST.

Ich würde auch das bluewing band bevorzugen, am besten direkt mit Schlaufe wie du beschrieben hast.

Liebe Grüße,

Flo.

EDIT: Und nicht vergessen einen größeren Multiplizierer zu benutzen, wie mein Vorredner bereits beschrieben hat :mrgreen: .
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Re: Longline für unterwegs

Beitragvon seflue » Mi 29. Aug 2012, 10:29

@aufgetaut: Naja, soviel wiegt die kleine Faders-Rigging-Plate nicht. Die paar Gramm Extragewicht für Platte plus gedrehten Minischäkel machen das Kraut nicht fett und der Komfortgewinn durch geringere Reibung und besseres Ablassen macht es für mich mehr als wett. Hab meine Rock-Exotikas sehr lange in der Konfiguration wie beim Ninja-Set betrieben, bin aber mit meinem Upgrade mit der Riggingplatte sehr zufrieden und kann es nur weiterempfehlen.
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Re: Longline für unterwegs

Beitragvon pulley » Mi 29. Aug 2012, 11:11

Hallo,
da kan ich den Seflue nur bestätigen, habe selbst die doppelte (mit Klebeband zusammengetaped) TriRig von Rock Exotica verbaut. Bezüglich des Knotens, da verwende ich den doppelten Fischerman (?), der reibt nur minimal.
beste Grüsse, Bernd
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doppelter Fischerman am Seilende
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Riggingplatte
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Re: Longline für unterwegs

Beitragvon ravethewave » Mi 29. Aug 2012, 11:34

auf deutsch heißt der glaub "doppelter Spierenstich". sorry für die klugscheißerei ;)
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Re: Longline für unterwegs

Beitragvon fortunefaded » Do 30. Aug 2012, 12:49

Hi, danke für die Antworten!

Die größere Potenzierrolle nehm ich auf jeden Fall ;)

Dass das Seil direkt an der Rolle eingeknotet ist (also über ne Kausche um das Seil zu schützen) hab ich schon live gesehen, und das hat nur minimal gerieben.
Mit nem dünnen Statikseil (9mm sollten reichen, muss ja nur 1/5 der Gesamtspannung halten), einem sehr klein und fest geknoteten Achter oder eben dem doppelten Spierenstich könnte das schon gehen. Wobei dieses Set auch ne Rigging-Plate drin hatte, daher war eh schon etwas mehr Platz im Aufbau.

Für unter 100m müssen es ja gar keine zwei TriRigs sein denk ich, bei 36kN reißt ja normal schon das Band..
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Re: Longline für unterwegs

Beitragvon mariner » Do 30. Aug 2012, 13:31

Ich erkenne den "für unterwegs"-Teil jetzt noch nicht so ganz. Was unterscheidet den Aufbau von jedem normalen Lognline-Aufbau mit Flaschenzug?
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Re: Longline für unterwegs

Beitragvon kuehma » Fr 31. Aug 2012, 10:34

hi fortunefaded...

bei 50-60m alleine spannen ist es schon ne hilfe wenn flaschenzugintern kein seil auf dem andern reibt.
seilereien sollten dir fuer 10-15eur das seilende zu nem auge vernaehen koennen. einfach mal nach einer in der naehe von dir googlen und anrufen. postweg geht natuerlich auch.
2 rigging plates haben den vorteil, dass bei der in dem obigen bild dargestellten verbindungsweise mit schaeckeln, die auflageflaeche des verschlussbolzens des schaeckels auf den 2 plates groesser(breiter) wird, und somit der flaschenzug fluchtend gearade zum ankerpunkt positioniert ist. mit einer plate koennte der schaeckel verrutschen. umgehen kannst du das problem wenn du anstatt mit schaeckeln mit 10mm oder 12mm maillon rapide kettengliedern verbindest. diese sind ja symetrisch aufgebaut und richten sich somit automatisch aus. sie sind billiger als edelstahlschaeckel und wie ich finde vertrauenswuerdiger als nicht festigkeitsgepruefte/garantierte (din-norm) discount inox-china-schaeckel. zudem kommst mit einer plate aus. mit 60m und 2 meter durchhang bist n gutes stueck unter 10kn vorspannkraft (ca. 6-7kn) insofern waere eine plate verantwortbar. sieht das jemand anders?

2012-08-30 16.56.42ch.jpg
70m, 160cm durchhang, 12mm kettenglied,


gruesse und viel spass!
Zuletzt geändert von kuehma am Sa 1. Sep 2012, 00:23, insgesamt 1-mal geändert.
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